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Mittwoch, 5. August 2020
Abschlußerklärung Herbstkonferenz08

ASSE zeigt: Sichere Endlagerung gibt es nicht! Atomkraft beenden!

Am  Wochenende kamen bei der Herbstkonferenz der Anti-Atom-Bewegung rund 100 TeilnehmerInnen aus 43 Städten in Braunschweig zusammen und haben Konsequenzen aus den desaströsen Zuständen bei der Lagerung von Atommüll in ASSE II gezogen:

Die drohende Verseuchung des Grundwassers einer ganzen Großregion durch die Laugenzutritte in ASSE II zeigt einmal mehr – nach den Reaktorpannen von Forsmark, Krümmel und Brunsbüttel – die Unbeherrschbarkeit der gesamten Atomtechnologie in Betrieb, Anreicherung und Atommülllagerung.

Auch der Übergang der Verantwortung für ASSE II vom Helmholtzinstitut an das Bundesamt für Strahlenschutz ändert nach Ansicht der AtomkraftgegnerInnen nichts an diesen Tatsachen. Der Transnuklear-Skandal hat schon 1988 gezeigt, dass ein Betreiberwechsel sich höchstens dazu eignet, Türschilder auszuwechseln und Verantwortlichkeiten nicht weiter zu verfolgen.

Auch das kontinuierliche Lügen, Verschleiern und Verschleppen durch Betreiber, Behörden und Politik wird wieder deutlich. Die Atomindustrie, wie kürzlich auch die Betreiber des Hochtemperaturreaktors Jülich, vertuscht ihre Untaten solange es geht. Aus Jülich wurden nicht nur heimlich Brennelemente-Kugeln in die ASSE II verbracht, dort wurde auch jahrelang die Verstrahlung des gesamten Erd- und Grundwasserbereichs unter dem Reaktor verschwiegen.

Die Herbstkonferenz der Anti-Atom-Bewegung fordert darum konsequent die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und erklärt: auch Gorleben ist als Endlager ungeeignet. Dies wird sich auch durch das geplante Endlager-Symposium Ende Oktober nicht ändern. ASSE II bringt an den Tag, dass die Systematik, mit der Politik und Wissenschaft den Standort für „sicher“ erklärt haben, in Gorleben kein Stück besser ist.

Die logische Konsequenz aus den Vorgängen in ASSE II ist die Stilllegung aller Atomanlagen. Wer stattdessen ein Endlagersymposium durchführt, ist unglaubwürdig, dem geht es um die Schaffung von Akzeptanz für ein „sicheres Endlager“, das es nicht gibt und nicht geben kann.

Es braucht kein Endlagersymposium, es braucht ein Stilllegungssymposium!

Das  Stilllegungssymposium der Anti-Atom-Bewegung findet ab dem 8. November auf der Castor-Transportstrecke statt.

Die Herbstkonferenz ruft alle AtomkraftgegnerInnen zu einer Großdemonstration nach Gorleben zu kommen und zur anschließenden Blockade des Castors im Wendland zu bleiben, um der Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen Nachdruck zu verleihen.

 

Für Nachfragen: Tobias Darge: 0176/24249815

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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